Klauspeter Bungert

Programm einer Partei für natürliche Entwicklung (PNE)1



Die Partei für natürliche Entwicklung (PNE) verfolgt Konzepte, die besser als bisher dem Erhalt der Biosphäre dienen, mehr Freiheit und Gerechtigkeit für mehr Menschen schaffen und das Ende von Ausbeutung und Tierquälerei ermöglichen. Hierzu sollen neue Wege beschritten und alte Tabus gebrochen werden. Fortschritt wird für uns nicht mehr vorrangig an technischen Parametern und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft bewertet, sondern danach, wie sehr sich die Menschen wieder mit den Gesetzen und Verhältnissen der Natur versöhnen.



Rückgewinn von Naturverständnis und Verhältnismäßigkeit

Das zentrale Problem unserer Zeit und Ursache zahlreicher politischer und ökonomischer Fehlentscheidungen ist die stark vorangetriebene innere und äußere Naturferne der Menschen. Natur ist danach schlecht, bedrohlich, ungeschliffener Rohstoff, auszubeutendes Material und seelenlos. Industrie dagegen, Chemie, Zivilisation, moderne Wissenschaft bieten Sicherheit, Lebensschutz, Ordnung und geben ihr überhaupt erst einen Sinn. Von Politikern und Medien angeleitet, die selber in den Irrtümern eines naturentfremdeten Denkens gefangen sind, verlieren mehr und mehr Menschen den Blick für Relationen. Bei schwindender Allgemeinbildung und zunehmend eingeschränktem Geschichtsbewußtsein wird da leicht ein Erkältungsdurchgang gleichgesetzt mit einer der früheren großen Epidemien und eine normalerweise komplikationslos verlaufende Kinderkrankheit zum volksbedrohenden Notstand. Überall versuchen Menschen, in natürliche Abläufe einzugreifen und die Natur zu verbessern, im unhinterfragten Selbstverständnis eigener Überlegenheit. Übereifrige Politiker, blind für den Schaden, der am anderen Ende herauskommt, fühlen sich berufen, dem Staatsbürger durch ein überflutendes Meer von Vorschriften und Präventionsklauseln jedes Risiko abzunehmen. Das Immunsystem junger Menschen wird daran gehindert, sich selbständig und natürlich zu entwickeln.

Dieses Denken ist lebensfeindlich und muß dringend korrigiert werden, soll die Menschheit nicht mental und auch physisch zugrundegehen.



Rahmenbedingungen des Lebens

Die PNE2 macht Ernst mit dem Wissen um die generell gleiche Daseinsberechtigung aller Lebewesen. Dieser friedliche Ansatz bedeutet jedoch nicht, daß wir die Natur als eine reine Harmonieveranstaltung stilisieren. Jedes Element will überleben und verteidigt sein Revier mit aller Kraft und ggf. Gewalt gegen Konkurrenz.

Die insbesondere von den abrahamitischen Religionen einerseits, atheistischen Naturwissenschaftlern andererseits forciert vorangetriebene Gleichstellung des Menschen mit einem nahezu omnipotent über den Rest der Schöpfung verfügenden Gottstellvertreter hat zu einer umfassenden Zerstörung der Ressourcen und Verelendung aller nicht privilegierten Existenzen geführt. Das ist ethisch verwerflich und nicht länger hinnehmbar. Bestrebungen wiederum, die das Verteidigen des eigenen Reviers unter moralischen Generalverdacht stellen, ignorieren Grundeigenschaften der Gattung und verstoßen gegen das Einmaleins rudimentärster Staatskunst.

Wir bekennen uns zu den alten Staaten, ohne Nationalisten zu sein. Wir wollen einen Rückbau der Brüsseler Bürokratie (EU), ohne mit alten Chauvinismen zu sympathisieren. Wir sind nicht einmal Patrioten im Sinne von Stolz auf etwas, für das wir ebenso wenig können wie für unsere Geburt. Aber wir fühlen uns dem Umfeld, in dem wir leben, verbunden. Wir möchten uns in der Landschaft, der Natur, dem Wald, der Kultur, der Stadt, dem Dorf, dem Staat und seiner Verfassung wohlfühlen als der uns anvertrauten Heimat. Und wir möchten mitgestalten.

Dies ist nur möglich in überschaubaren Dimensionen. Verbünde über eine bestimmte Grenze hinaus übersteigen unser Fassungsvermögen und scheitern an Gesetzen unserer Gattung. Erwachsene Geschwister vertragen sich kaum, wenn man sie im selben Haushalt zu wirtschaften zwingt, aber u. U. gut aus der Distanz.

Wir begegnen aller Existenz generell mit Liebe, wissen aber, in naturgegebener Selbstbehauptung, um den einfachen Dreisatz, daß immer weniger Ressourcen für immer mehr Bewohner nicht ausreichen können. Statt ehrenwerter pauschaler Willkommenskultur hier, alter Entwicklungshilfepolitik dort wollen wir, daß unser Land sich maßgeblich an Renaturierungsprogrammen in Krisengebieten der Erde beteiligt. In größerem Umfang als bisher und frei von eigenen Wirtschaftsinteressen muß der Westen dazu beitragen, daß die Bewohner aktueller Flüchtlingsregionen wieder in die Lage kommen, in ihrer Heimat zu leben und zu überleben. Als Bürger einer westlichen Industrienation mit kolonialistischer Vergangenheit und Mitschuld an Handels- und militärischen Kriegen neueren Datums bekennen wir uns mitverantwortlich für die lebensfeindlichen Zustände dort und möchten alles in unseren Kräften Stehende beitragen zu Reparation und Reparatur. Für neu entstehende hausgemachte Probleme stehen die betreffenden Länder dann alleine gerade.



Rückgewinnung und Schutz von Biosphäre und Natur

Der Erhalt unsers Lebensraums, der Biosphäre, weit über die Gegenwart hinaus ist vordringliche Aufgabe der Menschheit. Es gilt heute, neue Konzepte zu verfolgen. Wir gehen dabei von folgenden Annahmen aus:

1. Der durchschnittliche Konsum des westlichen Menschen an tierischen Produkten, Trinkwasser, Technik, Energie gehört zu den hauptverantwortlichen Ursachen für den bedenklichen Zustand der Biosphäre.

2. Alternative Energien, selbst wenn sie mit erneuerbaren Anteilen arbeiten, sind alles andere als ressourcenneutral. Die Bilanz der alternativen Energien, Fahrzeuge und Technologien von der Herstellung über den Landverbrauch bis hin zu Abbau und Entsorgung zeigt massive neue Probleme, unabhängig davon, daß lokal weniger CO2 ausgestoßen werden mag.

3. Die einseitige Fixierung auf CO2-Messungen ist unglaubwürdig und irreführend.

4. Wir halten klima- und biosphärenfreundliche Lösungen auch im nationalen Rahmen für anstrebenswert. Die meisten Länder verfügen über so große Territorien, daß sich die richtigen Maßnahmen wohltuend und regenerativ bereits vor Ort auswirken. Das Beharren auf internationalen Durchbrüchen nimmt sich hier wie eine Ausrede aus, konkrete Lösungen auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben.

5. Es ist unwahr, daß noch wesentlich mehr Menschen auf der Erde versorgt werden können als zur Zeit, da bereits das heute bewirtschaftete Land ein Vielfaches der momentan fast acht Milliarden Menschen vegan ernähren könne. Solche Zahlenspiele verweisen mit Recht auf die mißbräuchliche Zweckentfremdung von Ackerpflanzen für unsere hypertrophierte Viehzucht mit ihrer skandalösen Tierquälerei und Bodenverseuchung und für Kraftstoffbeimengungen. Sie lassen aber außer Acht, daß Menschen auch Trinkwasser, Wohnraum, Kleidung, Kanalisation, Energie, Hygiene, eine gewisse Infrastruktur und, in einem näher zu definierenden Umfang, medizinische Versorgung brauchen. Gesundes Trinkwasser fließt schon heute nur noch in einigen privilegierten Zonen aus der Leitung. Selbst bei weniger Verschwendung des lebensspendenden Nasses durch die westlichen Länder blieben schon heute große Teile der Weltbevölkerung auf den zweifelhaften Ersatz in Plastikbehältern angewiesen.

Die Partei für natürliche Entwicklung3 sieht das unter dem Deckmantel „Erneuerbare Energien“ laufende Programm und die bisher erzielten Resultate ohne Euphorie und drängt auf eine ehrliche Bilanzierung aller biologischen, biochemischen, geologischen und geographischen Aspekte, insbesondere auch solcher, die bisher vernachlässigt wurden. Bis zum Auffinden ernsthaft fortschrittlicher Alternativen geben wir einer Fortschreibung des Bestehenden unter dem Vorbehalt nachdrücklicher Verbrauchsreduzierung den Vorrang vor Technologien mit unbeherrschbaren neuen Problemfolgen. Stoffe in Elektromobilen, Akkumulatoren und Solaranlagen, die bei Brandentfachung nicht gelöscht, sondern allenfalls zum kontrollierten Verschmoren gebracht werden können und eine nicht zu beseitigende Giftspur hinterlassen, haben in unserer Lebenswelt nichts verloren.

Der PNE4 schwebt als Ideal eine Gesellschaft vor, die Problemkonsum, Problemmobilität, Problemmüll weder erzeugen muß noch erzeugen will und die den hypertrophierten Landverbrauch und die Zerstörung zusammenhängender Biotope – die tatsächlichen Hauptgründe menschengemachter klimatischer Veränderungen – stoppt und wieder umkehrt.



Eine natürlichere Wirtschaft auf Basis eines minimalen bedingungslosen Grundeinkommens

Die Ausrichtung der Wirtschaft auf Wachstum und der deutschen Wirtschaft speziell auf hohe Exportbilanzen ist auf Sand gebaut. Die deutsche Wirtschaft hängt am schmalen Tropf von Zulieferprodukten aus Staaten, mit denen unser Land nach selbstgesteckten ethischen Maßstäben keinen Handel treiben dürfte, und ist nicht in der Lage, die Bevölkerung aus eigener Kraft zu versorgen. Um den Druck herauszunehmen und das Land für eine Neuausrichtung zu wappnen, ist ein minimales bedingungsloses Grundeinkommen für alle unverzichtbar. Anstelle des Zwangs, in oftmals unterbezahlten, aufreibenden Jobs einen Großteil der Lebenszeit zu verschwenden, und anstelle herkömmlicher Sozialleistungen steht in unserem Konzept eine Summe, die jeder Bürger zur Deckung des allernötigsten Grundbedarfs formlos zugewiesen bekommt. (Höhere Altrenten bleiben aufgrund vertraglich zugesicherter Ansprüche ausgenommen.) Die von anderen Parteien gehandelten Summen halten wir für utopisch. Grobgeschätzt nach aktuellem Stand der Lebenshaltungskosten, sollte das Grundeinkommen einem Erwachsenen 200 bis 250 Euro im Monat für Nahrung und Kleidung übriglassen.

Das Grundeinkommen könnte aus 50%igen Konsumsteuern auf alle Waren und Mieten refinanziert werden, die bei der Verrechnung direkt an den Staat abgehen. Andere Steuern sollen entfallen. Aber selbst im Fall ungedeckten Geldes (Helikoptergeld) gilt wie schon heute der Grundsatz, daß Geld solange funktioniert, wie der Bürger ihm vertraut. Der Bürger wird aus eigenem Interesse, wie schon heute, die Abdeckung von Nennbeträgen durch Gegenwerte nicht überprüfen. Der Inflation wird in unserem Konzept durch einen Preisstop bei Produkten des täglichen Bedarfs begegnet.

Sollten sozial notwendige Bereiche vom verkleinerten Arbeitsmarkt nicht abgedeckt werden, kann der Staat die Auszahlung des Grundeinkommens an Gegenleistungen im Rahmen einer allgemeinen Dienstpflicht knüpfen. Es bliebe dann nicht länger bedingungslos.



Rückgewinnung natürlicher Verhältnisse in der Landwirtschaft

Alle landwirtschaftlichen Produkte werden nach Kriterien des Biosphärenschutzes hergestellt. Damit dies keine zusätzlichen Kosten für den Verbraucher erzeugt, greifen die Vorteile des Grundeinkommens in Verbindung mit Preislimitierungen. Wir wollen Verbraucherstandards wie Haltbarkeitsdaten und Normen für Größe und Form verkaufsrelevanter Pflanzen lockern und auf ein naturgerechteres Maß zurückführen. Ein natürlicher Umgang mit den Nahrungsmitteln wird dem Bürger neu vermittelt. Sinnlose oder mutwillige Lebensmittelvernichtung wird künftig als Delikt geahndet.

Die Arbeit auf den Feldern wird ohne die Zuhilfenahme chemischer Gifte, auslaugender Düngemittel und schwerer Maschinen – die den Boden verdichten und nachhaltig schädigen – wieder stärker in Handarbeit zu leisten sein. Die Einkommen der erforderlich werdenden Hilfskräfte werden staatlich alimentiert. Im Notfall greift die angesprochene wiederherzustellende allgemeine Dienstpflicht. Selbstverständlich wird der Landwirt für seine aus Fehlentscheidungen der alten EU entstandenen Fehlinvestitionen vollumfänglich entschädigt. Die entstandenen monokulturellen Großbetriebe werden zurückgebaut und aufgelöst.

Der Landverbrauch zugunsten von Neuansiedlungen, Verkehrsprojekten, Energiegewinnung oder aus ästhetischen Gründen wird gestoppt und durch Neuanpflanzung von standortgerechten Pflanzen, insbesondere Bäumen so weit und bald als möglich rückgängig gemacht, der Natur aber vorrangig selbst die „Initiative“ bei ihrer Reparatur überlassen.



Eine natürlichere Gesundheitspolitik - keine Zwangsimpfungen und Zwangsuntersuchungen!

Die PNE5 verlangt Schluß mit dem naturfeindlichen, ausschließlich von Technik und Chemie beherrschten Gesundheitswesen und den Rückgriff auf natürliche Therapien, deren Nutzen erforscht und belegt ist, die aber zugunsten geschäftlicher Interessen ins Abseits geschoben wurden. Statt auf teure Medikamente, Chemotherapien, Bestrahlungen, schnelles Operieren zu setzen, kommen im Gesundheitswesen der Zukunft selbst bei chronisch Kranken schwerpunktmäßig Ernährungstherapie und körperliche Bewegung in Anwendung. Erst im Fall, daß „einfache“ Maßnahmen nachweisbar nutzlos bleiben, werden chemo-, strahlentherapeutische oder operative Angebote diskutiert. (Für Notoperationen gelten selbstverständlich andere Regeln.)

Das Gesundheitswesen der Zukunft ist frei von Gewinnmaximierungszwängen, orientiert sich am Patienten und seinem Verhältnis zum Therapeuten und wird ungleich kostengünstiger sein als die hypertrophierte aktuelle Medizin. Die Inanspruchnahme von Ärzten und anderen Therapeuten, die nicht zwangsläufig eine schulmedizinische Ausbildung durchlaufen haben müssen, wird im Rahmen eines abgespeckten Spektrums von Konsultationen, Kernuntersuchungen und Kerntherapien staatlich alimentiert. Für darüber hinausgehende vermeidbare Maßnahmen zahlt der Patient vollumfänglich aus eigener Tasche oder analog privat abgeschlossenen Versicherungen.

Die Fallpauschale wird abgeschafft. Die Erforschung neuer Therapien jenseits des Kernbestandes gutbelegter naturmedizinischer Alternativen bleibt privater Unterstützung vorbehalten.

Die Impfprogramme der vergangenen Jahre werden eingestellt, ein Recht auf sanktionsfreies Krankwerden notfalls im Gesetz verankert. Zwangsmaßnahmen wie bei der 2020 inkraftgetretenen Einführung der Impfpflicht für Kinder gegen Masern führen nur dazu, in großer Selbstverantwortung betriebenes alternatives Gesundheitsverhalten zu ächten, Menschen einen medizinischen Zwangsglauben überzustülpen und sie sozial auszugrenzen. In der Konsequenz führt das aktuelle System, das bereits Kleinkinder durch vorgeschriebene Zwangsuntersuchungen vom ersten Lebenstag an alternativlos an die heutige Schulmedizin kettet, dazu, daß aufgrund eines kleinen Schnupfens oder Hüstelns jemand zu einem Feind des Gemeinwohls erklärt und für angeblich vermeidbar gewesene Schäden haftbar gemacht werden kann. Impfungen müssen freiwillig sein und dürfen nicht zum Kernbereich der von der Gemeinschaft zu finanzierenden Maßnahmen gehören.

Medizinisch relevante Zusätze in Waren des täglichen Bedarfs wie die noch verbreitete Lebensmitteljodierung oder Fluor in Zahnpasten werden untersagt, entsprechende Spezialprodukte nur noch in Apotheken angeboten. Mikroplastik etwa in Kosmetikartikeln wird umgehend verboten.

Anstelle der üblich gewordenen Einschüchterung und Entmündigung muß wieder bewährtes medizinisches Hauswissen vermittelt werden. (Anleitung zur Selbsthilfe. Ende aller Kampagnen gegen wertvolle Heilpflanzen und Heilmethoden.)



Natürlichere Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder und Familie

Toleranz gegenüber abweichenden Lebensformen bleibt für uns ein Gebot der Menschenliebe. Wir wollen an Ehe für alle und den gegenüber früheren Jahrzehnten gewachsenen Freiheitsrechten der Frau nicht rütteln, verlangen sogar im Gegenteil die Aufhebung von Privilegien für Vereinigungen, die Frauen geringere Rechte einräumen. Andererseits hält die Partei für natürliche Entwicklung6 den Verbleib des Kleinkindes in Elternnähe und familiäre Betreuung für generell besser und gesünder als eine frühe Weggabe in die Kita und möchte die Regulierungen rückgängig machen, die Eltern geradezu entmündigen. Gewalt innerhalb der Familie muß anders bekämpft werden als durch Gesetze, die die grundsätzliche Selbstbestimmung der Familien zur Diskussion stellen.



Ein naturgemäßeres Bildungswesen und Lernen

Die PNE7 fordert ein Bildungswesen, daß die Freude der nachwachsenden Generationen an eigenständigem Denken und Hinterfragen anregt, wieder stärker geisteswissenschaftliche und künstlerische Fächer und mehr als je in den vergangenen Jahrzehnten den unmittelbaren Umgang mit den Pflanzen der Umgebung vermittelt. Viele verhängnisvolle Fehlentscheidungen und Fehldiagnosen in Politik und Gesellschaft unterblieben, wenn die Beteiligten die sensiblen Zusammenhänge zwischen Flora, Fauna, Boden, Pilzen, Wasserhaushalt und Klima aus eigener Anschauung kennten.

Die Orthographiereform der Jahrtausendwende darf ohne Sanktionen auch in amtssprachlichen Dokumenten durch die niveauvollere Vorgängerschreibung Konrad Dudens wieder ersetzt werden, auf genderdeutsche Verballhornungen des Sprachflusses wird verzichtet. Streitereien über die korrekte Benennung – darf ein Mensch schwarzer Hautfarbe noch Neger genannt werden? – dürfen nicht länger den realen Rassismus verdrängen, der sich alltäglich abspielt, wenn wir weit weg Menschen, selbst Kinder unter unhaltbaren Bedingungen für uns arbeiten lassen, damit genügend Rohstoffe für unsere neuen Technologien verfügbar sind.



Keine Digitaldiktatur – Stop der digitalen Überversorgung

Das Vorhaben einer flächendeckenden Ausstattung Deutschlands mit der 5G-Digitaltechnik wird gestoppt: aus Gründen der nicht hinnehmbaren Abhängigkeit von Zulieferprodukten speziell aus China; aus Gründen der irreparablen ökologischen Folgen beim Rohstoffabbau im biotopisch hochsensiblen Äquatorgürtel; aus Gründen untragbarer Rahmenbedingungen beim Rohstoffabbau samt den Folgeschäden für die dort lebenden Einwohner; aus Gründen wahrscheinlicher Belastungen durch die 5G-Strahlung für Gesundheit und Biosphäre auch bei uns; aus Gründen ökologischer Entsorgungsprobleme. Der erreichte Digitalisierungsgrad wird durch eine Umstellung der Produktion auf Recycling und Reparatur gemäß gesicherter gesundheitlicher Kriterien nach Kräften erhalten.



Schadensrückbau durch abgefederte Selbstbeschränkung

Bis auf weiteres wird das Ausmaß bestehender Energieprobleme und Problemmobilität nur durch drastische Verbrauchsreduzierung abgemildert werden können. Durch das im Interesse einer natürlicheren Lebenswelt gewünschte Gesundschrumpfen der Produktion und der Reisetätigkeit fallen mit den überflüssigen Arbeitsplätzen und Mobilitätsanlässen auch die dafür nötig gewesenen Mobilitätskapazitäten weg. Dem Grundeinkommen aller Bürger wächst dabei eine Schlüsselrolle zu.

Der Individualverkehr könnte darüber hinausgehend etwa dadurch eingedämmt werden, daß wie bereits in Fällen von Smogalarm an bestimmten Wochentagen nur Automobile mit bestimmten Kennzeichen fahren dürfen.



Gegen den Dirigismusverdacht

Die von der PNE8 formulierten Forderungen mögen drastische Einschränkungen befürchten lassen. Sie tangieren aber – anders als die Maßnahmen im Zusammenhang mit Covid19 derzeit – nirgendwo die Grenze einer substanziellen Freiheitsberaubung. Das Experiment einer sozialistischen Gesellschaft lehnen wir ab. Es muß dem Bürger aber vermittelbar sein, daß es keinen anständigen Menschen freuen kann, in materiellem Überfluß zu leben, während anderswo Menschen und Tiere für ihn leiden und sein Lebensstandard das Überleben kommender Generationen infragestellt.

Mit den aus einem gewachsenen ethischen Bewußtsein und einer erhöhten Einsicht in die Grenzen des Konsums verbundenen Einschränkungen sind neue Glückschancen verbunden. Menschen, die beim Stillstehen ihrer Fabrik erstmals im Leben blauen Himmel sehen, ahnen womöglich die Kostbarkeit eines naturgemäßeren Lebens. Es ist kein Verlust, wenn wir uns von Attributen der bequemsten Technik, des komfortabelsten Medienkonsums und der unbegrenzten Verfügbarkeit jeder erdenklichen Ware von überallher verabschieden und dafür einen freien neugierigen Umgang mit der Natur, miteinander und mit Erzeugnissen einer mehrhundertjährigen Literatur-, Kunst- und Musikgeschichte wieder lernen. Oder miteinander Theater spielen. Oder Gedichte schreiben. Oder einer philosophischen oder naturwissenschaftlichen Frage nachgehen. Und das Smartphone ignorieren9. Diese Form des Lebens nimmt von uns selber – und von der Biosphäre, die uns auffangen muß – den Druck. Ein entspannteres und zufriedeneres Leben ist der Lohn.





Klauspeter Bungert10

Römerstr. 24

54294 Trier, den 18. September 202011

1Gedacht als Programm einer noch zu gründenden Partei oder alternativ als Programm einer bestehenden Formation, die unsere Ziele übernehmen möchte.

2Oder andere Partei, die dieses Programm in sich aufnimmt.

3 Oder andere Partei, die dieses Programm in sich aufnimmt.

4 Oder anderer Partei, die dieses Programm in sich aufnimmt.

5 Oder andere Partei, die dieses Programm in sich aufnimmt.

6 Oder andere Partei, die dieses Programm in sich aufnimmt.

7 Oder andere Partei, die dieses Programm in sich aufnimmt.

8 Oder einer anderen Partei, die dieses Programm in sich aufnimmt.

9Regelmäßige smartphonfreie Tage für alle, die so einen Störefried besitzen, seien therapeutisch dringend empfohlen!

10Eine belletristische Ausgestaltung der Thematik – Ursachen, Umgestaltung, Folgen im Alltag – versuchte ich, ergänzt durch die Themen Bevölkerungsreduktion und Abrüstung, in der 2019 veröffentlichten Stückefolge Unternehmen Faust – eine politische Utopie an fünf Abenden: https://www.verlag28eichen.de/titel/faust.htm; https://www.theaterverlag-cantus.de/theatertext/unternehmen-faust/

11unter Verwendung eines Papiers vom 18. März und 1. August 2020